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Profil des Arbeitsbereichs
Wirtschaftsgeographie ist die Wissenschaft von der räumlichen Ordnung und der räumlichen Organisation der Wirtschaft. Sie beschäftigt sich mit räumlichen Strukturen und Entwicklungen ökonomischer Aktivitäten. Diese werden mit empirischen Methoden der Geographie bzw. der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen können mit Modellen oder Theorien der Wirtschaftsgeographie und ihrer Nachbardisziplinen erklärt werden bzw. einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Theoriegebäudes der Disziplin leisten. In vielen Fällen lassen sich daraus Handlungsempfehlungen für raumrelevante wirtschaftspolitische Entscheidungen ableiten. Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie vertritt einen akteurs- und institutionentheoretischen Disziplinansatz.
Der Lehrstuhl hat seine Wurzeln im traditionsreichen Lehrstuhl für Osteuropa (Prof. Karger 1969-1990, Prof. Förster 1991-2006), der mit seiner Neubesetzung 2007 in „Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie“ umbenannt worden ist. Er vertritt in der Lehre die Wirtschaftsgeographie in ihrer gesamten Breite und setzt dort wie vor allem in der Forschung seine Schwerpunkte (1.) im Bereich der wirtschaftsgeographischen Transformationsforschung und (2.) im Bereich der Metropolenforschung und Unternehmensdienste. Die regionalen Schwerpunkte liegen in den europäischen Transformationsländern (Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa) und den asiatischen Transformationsländern (insbesondere China). Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie am IGT will sich in den kommenden Jahren schrittweise zum führenden Kompetenzzentrum für wirtschaftsgeographische Transformationsforschung in Deutschland entwickeln.
Vernetzung
Die einzelnen Forschungsschwerpunkte werden vom Lehrstuhlinhaber und seinem Team sowohl in Einzelprojekten als auch in intra- und interdisziplinären Verbundprojekten weiterentwickelt. Verbundprojekte stellen ein zentrales Element der Außenvernetzung des Lehrstuhls dar. Die Mitarbeiter des Lehrstuhls sind nicht nur mit zahlreichen Wirtschaftsgeographen an anderen Instituten in Deutschland vernetzt, sondern auch mit Wissenschaftlern der Nachbardisziplinen (insbesondere Wirtschaftswissenschaftler, Kulturwissenschaftler, Historiker, Agrarökonomen). Darüber hinaus besteht eine enge Forschungszusammenarbeit mit Wissenschaftlern außeruniversitärer Forschungsinstitutionen (
Leibniz-Institut für Länderkunde IfL Leipzig,
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung IRS Erkner,
Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen). Schließlich bringt sich der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie aktiv in die Scientific Community ein, beispielsweise durch die Vorbereitung eines DGfG-Arbeitskreises „Transformationsforschung“, die Leitung des Network of EU-US Regional and Urban Studies (NEURUS-Programm) sowie die Pflege zahlreicher Kontakte mit Partneruniversitäten.

